Digipapier


Ich habe in letzter Zeit immer mal wieder Lust, mit Farbe (analog und digital) zu experimentieren. Diese Experimente taugen oft nicht, um daraus Plotterdateien zu machen, weil Motive dafür ganz bestimmten Vorgaben folgen sollten. Wenn mir der Sinn danach steht, dann verwandele ich diese Farb-Experimente (meist mit einem gehörigen Aufwand) aber in vielseitig nutzbare Digipapiere. Alle meine Digipapiere findest du in meinem Shop >>

Und weil diese Projekt-Kategorie für viele noch neu ist, habe ich hier einige Basis-Infos für dich zusammengestellt.

Was ist das?

Der Begriff Digipapier, Digipaper oder auch digitales Papier scheint zunächst ein Widerspruch zu sein – denn Papier ist ein Material zum Anfassen, nichts digitales. Trotzdem hat der Begriff sich irgendwie durchgesetzt für Bild-Dateien (z.B. JPG oder PNG), die man nutzen kann, um selbst Papier mit Muster zu bedrucken und so Design-Papier zu erstellen.

Meine Bild-Dateien sind dabei idR so angelegt, dass sie randlos bzw. endlos sind, man sie also jeweils nebeneinander legen könnte und sich dabei das Muster ohne Lücken oder Unterbrechungen fortsetzt.

Was hat das mit Plotten zu tun?

Ja – eigentlich geht es hier bei mir immer um’s Plotten – und trotzdem hast du richtig gelesen. Digipapier wird nicht geplottet, es wird gedruckt. Es hat also gar nicht unmittelbar etwas mit dem Plotter zu tun. Aber mit Design-Papieren lassen sich Projekte im Handumdrehen individuell gestalten und insofern gibt es schon einen Zusammenhang – beide Themenbereiche lassen sich einfach toll miteinander verbinden.

Warum?

Vielleicht fragst du dich beim Lesen gerade: Warum selbst Drucken? Immerhin gibt es im Handel sehr hübsche fertig bedruckte Papiere zu kaufen. Warum sollte man also überhaupt selbst Papier bedrucken? – Weil es im Vergleich sehr platzsparend, bedarfsgerecht und flexibel ist.

Ich habe selbst vor Jahren auch sehr gern Motiv-Blöcke gekauft. Und dann auch immer gleich mehr als nur einen. Denn die drei Designs, die einem gut gefallen, sind oft nur einmal in einem Block enthalten. Mit nur einem Blatt kommt man bei den meisten Projekten aber nicht weit. Und immerhin kauft man oft auf Verdacht. Man weiß noch gar nicht, für welches Projekt man das Papier genau verwenden wird und bevor man dann wieder zu wenig hat, kauft man lieber gleich einen Block mehr. Das Endergebnis: Ich habe x Motiv-Blöcke hier liegen, wo nur ein Blatt fehlt oder zwei – oder gar keins. Man hat einfach jede Menge Reste…

Hinzu kommt, dass das Papier vieler Motiv-Blöcke nicht ideal zum Plotten geeignet ist, weil es aus mehreren Schichten besteht, die sich beim Schneiden oder beim anschließenden Falten zum Teil voneinander lösen. Wenn man sein Design-Papier selbst druckt, kann man dafür direkt ein Papier wählen, das sich auch gut zum Plotten eignet.

Für Was?

Der einfachste Anwendungsfall ist, dass man ein ganzes Blatt mit dem Digipapier bedruckt und dieses dann wie gekauftes Design-Papier für die eigenen Projekte verwendet.

Man kann Digipapier aber auch für Print&Cut-Projekte verwenden. Das macht man immer dann, wenn es ganz genau auf die Positionierung ankommt. Diese Verwendung ist aber so speziell, dass ich sie hier erstmal außen vor lasse.

Wie?

Um einen A4-Bogen zu bedrucken, kann man die Bild-Datei direkt über den System-Dialog drucken. Allerdings hat man hier oft nur wenig Möglichkeiten Anpassungen vorzunehmen.

Darum bereite ich mir meinen A4-Bogen gern in Silhouette Studio vor. Hier kann man das Muster nämlich den Bedürfnissen des jeweiligen Projekts anpassen, indem man die Größe, Drehung und Ausrichtung des Musters anpasst. Wie das funktioniert, zeige ich dir in diesem Video:

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Was brauche ich?

Um meine Digipapiere verwenden zu können, brauchst du auf jeden Fall einen Farb-Drucker und Material zum Bedrucken.

Auf welches Material und mit welchem Drucker bzw. welcher Farbe man das Digipapier druckt, hängt ganz davon ab, was man daraus machen möchte.

Wenn ich Digipapier für meine Papier-Designs drucke, dann verwende ich idR meinen einfachen Tintenstrahldrucker (ein Canon Pixma iP7250) mit alternativer (preiswerter) Tinte.

Wenn ich ein stabiles Design-Papier herstellen möchte, z.B. für eine Schachtel, bedrucke ich mein Lieblings-Papier zum Plotten. Mehr Infos zu dem Papier findest du hier >>

Wichtig: Dieser Tonkarton hat 220g/qm und nicht jeder Drucker schafft diese Grammatur. Hier sollte man sich also kurz schlau lesen, wie das bei dem eigenen heimischen Drucker aussieht. Meiner schafft es, die 220g/qm aus der Papier-Kassette einzuziehen.

Tipp: Manche Drucker haben auch einen Einzelblatteinzug, der das Papier im Optimalfall möglichst gerade (z.B. von hinten nach vorne) durch den Drucker transportiert. Umso stabiler das Material ist, das man bedrucken möchte, umso vorteilhafter ist es, wenn das Blatt im Drucker nicht eine enge 180° Kurve um eine schmale Walze machen muss…

Wenn das Teil, das ich gern bedrucken möchte, nicht besonders stabil sein muss (z.B. reine Deko-Elemente oder Briefumschläge), dann greife ich einfach zu dünnem Papier, das sich gut Plotten lässt. Besonders gern mag ich dafür das Perlmutt-Papier von Clairefontaine, weil es einen sehr edlen Glanz hat. Mehr Infos zum dünnen Papier findest du hier >>

Beispiel(e)

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In diesem Video siehst du die Vorstellung von meinem Digipapier Knitter – inkl. der “Rohvorlage” für das Digipapier und einem Verwendungsbeispiel:

Coming soon

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Besonders gern benutze ich Digipapier für das exakt umlaufende Bedrucken von z.B. Schachteln. Hier im Video habe ich mein Digipapier Herzen genau umlaufend auf meine Fold-up-Box gebracht. Wie ich den exakt umlaufenden Druck in Silhouette Studio vorbereite, werde ich dir demnächst auch in einzelnen Schritten zeigen.

Fragen?

Wenn du weitere Fragen zur Verwendung meiner Digipapiere hast, dann schreibe mir gern eine E-Mail an [email protected] – Ich versuche gern, sie zu beantworten und die Info anschließend ggf. auch hier zu ergänzen.

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